Berlin. Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Norbert Röttgen, startet im Vergleich zu den anderen Spitzenkandidaten mit der stärksten medialen Sichtbarkeit in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes. Das ergibt eine Medienanalyse der PMG Presse-Monitor GmbH in Berlin. Seit der Auflösung des Landtages am 14. März wurden über 1 300 Print- und Onlinemedien sowie Agenturmeldungen nach Nennung der sechs Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP, Die Linke und den Piraten durchsucht.
Insgesamt sind 25 170 Beiträge, in denen mindestens einmal einer der sechs untersuchten Spitzendkandidaten namentlich genannt werden musste, in die Untersuchung mit eingeflossen. Im Zeitraum vom 14. März bis 17. April fand die PMG 13 376 Beiträge mit Nennung des CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen. Die amtierende Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin der SPD, Hannelore Kraft, erwähnten die Medien im selben Zeitraum in 10 923 Beiträgen. Die GRÜNE-Spitzenkandidatin und stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann genießt mit
3 013 Beiträgen im direkten Vergleich eine deutlich geringere mediale Aufmerksamkeit.
Dass die mediale Sichtbarkeit des Spitzenpersonals der Parteien alleine aber kein Garant für Wählerzuspruch ist, zeigt besonders deutlich die Präsenz des FDP-Kandidaten Christian Lindner mit 6 947 Beiträgen im Vergleich zum medial weniger sichtbaren PIRATEN-Kandidaten Joachim Paul (772 Beiträge). „Auch wenn man berücksichtigt, dass Joachim Paul von seiner Partei deutlich später ins Rennen geschickt wurde, steht die mediale Präsenz dieser beiden Kandidaten in keinem Verhältnis zu den aktuellen Umfragewerten. Für die Piraten scheint sich die bisherige vergleichsweise dezentrale Personalstrategie auszuzahlen.“, vermutet Simon Schulz, Berater für Medienanalysen bei der PMG. Umso entscheidender seien ab jetzt die inhaltliche Positionierung der Parteien in der heißen Wahlkampfphase. „Ob es gerade die kleineren Parteien wirklich schaffen, sich inhaltlich mit mehr als Koalitions- und Regierungsbeteiligungsphantasien zu positionieren, werden wir weiterhin aufmerksam verfolgen.“
Die PMG veröffentlicht seit Januar 2012 jeden Monat eine Präsenzauswertung der medialen Berichterstattung zu einem aktuellen Thema. Grundlage der Veröffentlichung bildet jeweils die umfangreichste, tagesaktuelle Pressedatenbank in Deutschland, die mit Hilfe der PMG TrendAnalyse ausgewertet wird. Täglich werden hierzu bis zu 160.000 Beiträge automatisch erfasst und auf Basis von Suchbegriffen grafisch nach der Entwicklung im Zeitverlauf, nach Top-Medien oder Regionen aufbereitet.
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Tabelle 1: Medienpräsenz der Spitzenkandidaten der NRW-Landtagswahl am 13. Mai 2012
| Anzahl der Beiträge mit mindestens einer namentlichen Nennung eines Spitzenkandidaten vom 14. März bis 17.April 2012 aus über 1 300 Quellen (Printmedien, Agenturen, Onlineseiten) | |
| Spitzenkandidat | Anzahl der Beiträge |
| Norbert Röttgen (CDU) | 13 376 |
| Hannelore Kraft (SPD) | 10 923 |
| Christian Lindner (FDP) | 6 947 |
| Sylvia Löhrmann (GRÜNE) | 3 013 |
| Joachim Paul (PIRATEN) | 772 |
| Katharina Schwabedissen (LINKE) | 607 |
Über die PMG
Die PMG Presse-Monitor GmbH mit Sitz in Berlin ist ein Unternehmen der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das dynamisch wachsende Unternehmen sein Dienstleistungsspektrum sowie die Zahl seiner Quellen kontinuierlich ausgebaut. Das Unternehmen übernimmt zentral für die Verlage die Vermarktung für die digitale Verwendung ihrer Artikel in Pressespiegeln und die Abwicklung der Lizenzgebühren mit den Nutzern. Darüber hinaus bietet die PMG umfangreiche Services rund um die Medienbeobachtung und -analyse. Herzstück der PMG ist die umfangreichste tagesaktuelle deutschsprachige Pressedatenbank, die neben der Artikelrecherche auch den Onlineerwerb von Artikellizenzen ermöglicht. Die PMG hat mit über 600 Verlagen Verträge über die Artikelvermarktung geschlossen und deckt damit rund 3.000 Publikationen und über 90 Prozent der deutschen Tagespresse ab. Zu den Kunden der PMG gehören mehr als 2.500 Unternehmen, Agenturen, Behörden und Verbände, darunter zahlreiche Dax-30-Unternehmen und Bundesministerien.
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