Innovation bei PMG: Die neue KI-Lizenz für deutsche Presseinhalte

Roger Dormeier bei PMG Presse-Monitor
Roger Dormeier
Porträt von Natascha Thomas, stellvertretende Geschäftsführerin der PMG Presse-Monitor.
Die PMG Presse-Monitor bringt die KI-Lizenz für deutsche Presseinhalte auf den Markt. Natascha Thomas, unsere stellvertretende Geschäftsführerin, spricht über die Vorteile für Verlage und alle, die KI verantwortungsvoll entwickeln und nutzen wollen. | © Anke Illing

Die PMG Presse-Monitor bringt die KI-Lizenz für deutsche Presseinhalte auf den Markt. Natascha Thomas, unsere stellvertretende Geschäftsführerin, erläutert, was das für Verlage und alle, die KI verantwortungsvoll entwickeln und nutzen wollen, bedeutet.

Frau Thomas, Sie bringen uns heute eine kleine Sensation für die Verlagsszene mit:
Die PMG erweitert ihr Geschäftsfeld und bietet eine KI-Lizenz für deutsche Presseinhalte an. Warum werden Sie gerade jetzt aktiv?

Die Zeit ist reif. Die rasante Verbreitung von KI hat rechtliche Grauzonen bei der Nutzung journalistischer Inhalte offengelegt. Bestehende Lizenzmodelle greifen hier bislang kaum, gleichzeitig wächst der Bedarf an hochwertigen, verlässlichen Daten für KI-Anwendungen.

Die Folge ist Unsicherheit bei Verlagen, Unternehmen sowie Autorinnen und Autoren. An diesem Punkt setzt unsere KI-Lizenz an: Sie schafft für alle Beteiligten eine hervorragende Möglichkeit, deutsche Presseinhalte rechtssicher und einfach für KI-Anwendungen zu nutzen. Das ist nicht nur für die Verlagsbranche ein wichtiger Schritt, sondern für alle, die KI verantwortungsvoll entwickeln und einsetzen wollen. Ihnen bietet die PMG jetzt die richtige Lösung: Ein standardisiertes Lizenzmodell und einen modernen One-Stop-Shop, über den Unternehmen inhaltlich und technisch hochwertigen Content schnell und sicher beziehen können.

Die Nutzung journalistischer Inhalte aus Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen und Websites – beschränkt auf interne KI-Anwendungen von Unternehmen, Beratungen oder der öffentlichen Hand – wird damit praxistauglich geregelt. Alle Beteiligten genießen umfassende Rechtssicherheit.

Verraten Sie uns etwas über die Reaktionen von Verlagsseite?

Wir konnten unser Konzept zur KI-Lizenz für deutsche Presseinhalte bereits einigen überregionalen Verlagshäusern vorstellen. Das Echo war durchweg positiv und stieß auf großes Interesse.

Schließlich liegen die Vorteile für Verlage auf der Hand:
Sie behalten die volle Hoheit über ihre individuelle Lizenzvergabe, da das Modell der PMG keine exklusive Rechteeinräumung vorsieht und nicht in bestehende Erlösmodelle eingreift. Unser digitaler One-Stop-Shop bietet Verlagen maximale Transparenz zur Nutzung ihrer Inhalte.

Gleichzeitig profitieren alle Publisher von der Aggregationsleistung der PMG: Indem wir die Inhalte und Rechte einer Vielzahl von Verlagen und – dank der Zusammenarbeit mit der VG WORT – von Autorinnen und Autoren gebündelt und zentral an einem Ort anbieten können, schaffen wir ein neues, attraktives Angebot für unsere über 5.000 Kunden aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Das aus der Pressespiegel-Vermarktung bewährte Prinzip der zentralen und nutzerfreundlichen Content- und Rechte-Bereitstellung bietet auch im Rahmen der Nutzung von KI-Anwendungen enormes Erlöspotenzial.

Wir agieren seit 25 Jahren erfolgreich als Schnittstelle zwischen Verlagen und professionellen Nutzern und verfügen – auch dank unserer Tochterfirma X-CAGO – über die nötige Erfahrung und Infrastruktur, um dieses Modell zügig erfolgreich umzusetzen.

Illustration eines Menschen und eines Roboters, die sich die Hände geben.

 

Wie läuft die Lizenzierung technisch ab? Wie stellen Sie sicher, dass Inhalte nicht missbräuchlich genutzt werden?

Die Inhalte werden über standardisierte Schnittstellen wie APIs oder FTP-Server bereitgestellt – thematisch strukturiert, tagesaktuell oder auch historisch.
Unternehmen können sie in ihre internen KI-Prozesse integrieren, etwa zur Analyse von Markttrends oder als Grundlage für interne KI-Anwendungen wie Chatbots.

Wichtig ist: Die Lizenz deckt ausschließlich die interne Verwendung der Inhalte für Unternehmen, Beratungen, öffentliche Institutionen und NGOs ab. BigTechs sind als Kunden bewusst ausgeschlossen. Verlage räumen nicht-exklusive Rechte ein und entscheiden selbst, welche Inhalte sie freigeben.

Im Mittelpunkt steht also nicht Kontrollverlust, sondern kontrollierte Wertschöpfung. Unsere Kombination aus einem klaren rechtlichen Rahmen, moderner Technologie und transparenten Prozessen schafft für Verlage ein Höchstmaß an Sicherheit.

Wie sieht ein typischer Anwendungsfall aus?

Nehmen wir ein Unternehmen aus der Energiebranche: Es möchte Wirtschaftsberichte der vergangenen zehn Jahre analysieren, um ein internes Wissensarchiv aufzubauen. Über die PMG erhält es gebündelte, klassifizierte und maschinenlesbare Inhalte, die sich mit internen KI-Tools effizient auswerten lassen.

Unsere Infrastruktur über X-CAGO ermöglicht dabei eine reibungslose Integration in bestehende Kundensysteme – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.

Ich lade daher alle Verlage und Contentproduzenten ein, an der KI-Lizenz für deutsche Presseinhalte teilzunehmen und von mehr Rechtssicherheit und neuen Erlöspotenzialen zu profitieren.

Unser Team Content Management mit Jan-Sebastian Blender an der Spitze berät Sie gerne.

Kontakt aufnehmen

Über die PMG Presse-Monitor

Die PMG Presse-Monitor GmbH & Co. KG ist einer der führenden Anbieter für die digitale Medienbeobachtung, Pressespiegel-Erstellung und Medienauswertung im deutschsprachigen Raum. Über 900 Verlage und Contentproduzenten aus aller Welt stellen ihre Inhalte über die PMG täglich für eine rechtssichere Zweitverwertung zur Verfügung. Die PMG vermarktet Inhalte und Rechte an PR-Profis und Kommunikationsabteilungen in Unternehmen und Behörden sowie an professionelle Medienbeobachter.

Gegründet im Jahr 2001, ist die PMG ein Gemeinschaftsunternehmen deutscher Zeitungs- und Zeitschriftenverlage mit den Gesellschaftern Axel Springer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gruner + Jahr, Handelsblatt Media Group, Hubert Burda Media, Spiegel-Verlag, Süddeutsche Zeitung und dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger sowie dem Medienverband der freien Presse.

Artikel von
Roger Dormeier

vermittelt komplexe Themen verständlich – aber mit Stil.

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