Inflation: hohes Medieninteresse durch gestiegene Preise

Ulrike Illner

Die Inflation in Deutschland hat in den letzten 12 Monaten bis zu 10,4 Prozent erreicht und wurde in den Medien verstärkt thematisiert. Die Gründe für die steigenden Preise sind vielfältig. Der Peak aber könnte inzwischen erreicht sein.

 

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Vielfältige Gründe für hohe Inflation

Preissteigerungen und der damit verbundene Wertverlust des Geldes betrugen in den letzten 12 Monaten in Deutschland bis zu 10,4 Prozent. Die hohe Inflation hat dabei gleich mehrere Gründe. Lieferengpässe gehören genauso dazu wie der Krieg in der Ukraine. Eine weitere Ursache liegt im langsamen Abebben der Coronapandemie, die die Inflationsrate auf verschiedene Weise beeinflusst hat.

Deutsche fürchten Inflation mehr als Klimawandel

Historisch bedingt ist die Angst vor der Inflation in Deutschland groß – das zeigt sich auch im aktuellen „Sicherheitsreport“ des Meinungsforschungsinstituts Allensbach. Laut ihm sind der Krieg in der Ukraine und die großen Preissteigerungen die zurzeit größten Sorgen von 80 Prozent der Deutschen. Beides verdrängt sogar die Befürchtungen in Bezug auf den Klimawandel.

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Weitere Informationen

Inflation, EZB und Fed in der Berichterstattung

Peak laut Experten erreicht

Kein Wunder, können doch stark steigende Essens- und Heizkosten für Familien, Studierende und Rentner:innen, die sich bisher wenig Sorgen machen mussten, zu einer existenziellen Frage werden. Immerhin: Viele Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass der „Peak“ erreicht ist und die Inflation langsam in den Sinkflug übergeht, der im Jahr 2024 für deutlich mehr Bodennähe sorgen wird.

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Share of Voice: Bundesbank hinter EZB und Fed

Die Zentralbanken tragen gerade in krisenhaften Zeiten eine hohe Verantwortung. Das gilt umso mehr, wenn es zu einer Inflation kommt. Im Vergleich mit dem Zentralbanken-System der USA und der Europäischen Zentralbank schneidet die Deutsche Bundesbank in der öffentlichen Wahrnehmung eher schwach ab.

Methode

Die Auswertung wurde mit PMG MediaMeter mit Daten vom 1. Januar 2022 bis 31. März 2023 erstellt. Darstellungen im Zeitverlauf aktualisieren wir darüber hinaus fortlaufend mehrfach am Tag. Basis der Analyse ist das PMG Medienpanel mit über 90 Prozent der deutschen Tagespresse und darüber hinaus wichtigen internationalen Medien. Das Panel umfasst 3.000 Titel. Gefiltert wurden alle Medienbeiträge, in denen die oben dargestellten Begriffe inklusive alternativer Schreibweisen vorkommen.


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Bildrechte:

Karolina Grabowska auf Pexels

Quellen:
Statista
finanz-tools.de
Wikipedia
mdr.de
zdf.de

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