Wie viel EM-Fieber blieb nach dem Deutschland-Aus?

Ulrike von Pokrzywnicki

Für die deutsche Mannschaft war die Europameisterschaft nach dem Achtelfinale beendet. Aber wie präsent blieb die EM danach in der Presse? Wir haben in Deutschlands größter tagesaktueller Pressedatenbank nachgeschaut.

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Tröstlicher Rückblick auf vergangene Europameisterschaften

Am 29. Juni 2021 hieß es bye bye, Germany. Im Achtelfinale unterlag die deutsche Mannschaft gegen England und musste den Heimweg antreten.

Und trotzdem können wir einen interessanten Blick zurückwerfen, der der Fußballnation Deutschland wieder bessere Laune machen sollte: So war kein anderes Land zuvor so oft in der Endrunde vertreten. Genau waren es 13 Endrunden, von denen drei am Ende gewonnen wurden. Auf so viele Teilnahmen kann sonst nur Spanien schauen.

Deutschland hat in diesem Zusammenhang auch mit 49 die meisten Spiele bestritten und zählt mit sechs Stück auch die meisten Finalteilnahmen.

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Potenzielle Reichweite, Präsenz, Tonalität. 1. Juni bis 5. Juli 2021

Um den Schmerz durch die jüngste Niederlage ein wenig zu lindern, wollen wir kurz einen Blick auf England werfen: Kein Land war vor 2021 häufiger in der EM-Endrunde, ohne auch nur ein einziges Mal am Finale teilzunehmen. 31 Spiele und 0 Endspiele – mehr Worte braucht es nicht.

Hinweis: Redaktionsschluss für diesen Text war am 5. Juli 2021.

EURO 2020 – Wie groß ist das Interesse nach dem Deutschland-Aus?

So weit die alten Lorbeeren, aber wie sieht es 2021 aus? Ist die EM in der Presse auch nach dem Deutschland-Aus noch präsent? So viel macht die MediaMeter-Analyse deutlich: Ein Abfall war zu spüren, aber mit Näherrücken des Turnier-Höhepunkts am 12. Juli könnte das Interesse wieder steigen.

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Mit 2016 kann die Medienpräsenz allerdings nicht mithalten, vergleicht man einen ähnlichen Zeitraum von Anfang Juni bis Anfang Juli. Während die letzte EM in dieser Zeit die Marke von 400.000 Artikeln erreichte, sind es 2021 “nur” 358.000. Das sind 45.000 Medienbeiträge weniger. Fußball lebt offenbar von Nähe. Und die ist in der Pandemie – und dazu ohne die eigene Nationalmannschaft – noch nicht auf dem Niveau von früher.

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UEFA versus Jogi Löw

Was zeigt uns ein Blick auf die Tonalität der Medienbeiträge? In der Berichterstattung zur UEFA wurde häufiger negativ als positiv berichtet. Dass der Verband die Regenbogenfarben im Münchner Stadion verboten hat, sorgte für viel Kritik. Bei nun Ex-Bundestrainer Joachim Löw ist die Medienstimmung positiver. Der Ausschied im Achtelfinale verpasste seiner Tonalität verständlicherweise einen Dämpfer. Es bleibt spannend, ob Nachfolger Hansi Flick als zukünftiger Bundestrainer mithalten kann.

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Zeitraum: 1. Juni bis 5. Juli 2021

Methode

Die Auswertung wurde mit PMG MediaMeter erstellt. Basis ist das PMG Medienpanel mit über 90 Prozent der deutschen Tagespresse und darüber hinaus wichtigen internationalen Medien. Das Panel umfasst 2.500 Titel. Gefiltert wurden alle Medienbeiträge, in denen die oben dargestellten Begriffe inklusive anderer Schreibweisen vorkommen.

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