Verkehrspolitik, Mobilitätswende und Infrastrukturinvestitionen zählen zu den prägenden gesellschaftlichen Themen. Entsprechend groß ist die Zahl der Verbände, die diese Interessen in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit vertreten. Doch wie sichtbar sind diese Akteure in den Medien? Die Analyse der Berichterstattung zeigt: Die mediale Aufmerksamkeit ist ungleich verteilt. Während einzelne Organisationen eine dominante Rolle einnehmen, bleiben viele Verbände trotz fachlicher Relevanz kaum wahrnehmbar.
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Verkehr und Logistik zum Jahresauftakt im Fokus
Zu Jahresbeginn startet der Konferenz- und Messekalender mit zahlreichen Kongressen und ersten Fachmessen – auch im Bereich Verkehr und Logistik. Branchenvertreterinnen und -vertreter kommen unter anderem bei der International Conference on Dynamics in Logistics (Bremen), der Road Transport Research Conference 2026 (Brüssel), der International Conference on Urban Mobility and Transportation Planning (Berlin) oder der Second International Conference on Smart Mobility and Logistics Ecosystems (Dhahran) zusammen. Themenschwerpunkte sind vor allem nachhaltige Mobilität und Logistik, Digitalisierung, Automatisierung, KI sowie autonome Systeme, Urban Mobility, Verkehrsplanung und vernetzte Lieferketten.
Verkehrsverbände im Überblick
Gute Anlässe und Themen, sich mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Verkehrsverbände in Deutschland zu beschäftigen. Für die Analyse mit MediaMeter wurden zwanzig Verbände untersucht – vom ACE (Auto Club Europa) bis zum ZDS (Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe).

Die Grafik zeigt die Medienpräsenz der verschiedenen Verkehrsverbände im Vergleich
In der Berichterstattung liegt der ADAC deutlich vorn, gefolgt mit großem Abstand vom ACE und dem Verband der Automobilindustrie. Erst auf dem fünften und sechsten Platz finden sich der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und die Allianz pro Schiene; am Ende der Rangliste stehen unter anderem der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik, das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen sowie das Deutsche Verkehrsforum.

Die Grafik zeigt die Medienpräsenz von ADAC, ACE und dem Verband der Automobilindustrie im Zeitverlauf
Sichtbarkeit als strategische Herausforderung
Die Ergebnisse der Analyse verdeutlichen: Mediale Sichtbarkeit ist kein Selbstläufer – und sie verteilt sich nicht automatisch entlang fachlicher oder verkehrspolitischer Bedeutung. Während der ADAC seine Position als mediale Leitstimme des Verkehrssektors weiter festigt, bleiben viele Verbände in der öffentlichen Debatte kaum präsent. Für sie bietet der Jahresbeginn die Chance, die eigene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit strategisch zu schärfen – vorausgesetzt, sie stützen diese auf eine systematische Analyse ihrer Medienresonanz.
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Methode
Die Auswertung wurde mit PMG MediaMeter mit Daten vom 01. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025 erstellt. Basis der Analyse ist das PMG Medienpanel mit über 90 Prozent der deutschen Tagespresse und darüber hinaus wichtigen internationalen Medien. Das Panel umfasst über 3.000 Titel. Gefiltert wurden alle Medienbeiträge, in denen die oben dargestellten Begriffe inklusive alternativer Schreibweisen vorkommen.
Diese Verbände haben wir untersucht:
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ACE – Auto Club Europa
- ADAC
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ADV – Verkehrsflughäfen
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Allianz pro Schiene
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BDB – Deutsche Binnenschifffahrt
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BDF – Fluggesellschaften
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BDL – Luftverkehrswirtschaft
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BGL – Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung
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BVL – Logistik
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BWVL – Wirtschaft, Verkehr und Logistik
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DSLV – Spedition und Logistik
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DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e. V.
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DVF – Deutsches Verkehrsforum
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DVR – Verkehrssicherheitsrat
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NEE – Europäische Eisenbahnen
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VCD – Verkehrsclub Deutschland
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VDV – Verkehrsunternehmen
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VDR – Deutsche Reeder
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Verband der Automobilindustrie
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ZDS – Seehafenbetriebe
Quellen:
destatis.de