Mehr mediale Aufmerksamkeit für den Wald

Matthäa Mollenhauer
Die Deutschen und ihr Wald – das war und ist eine besondere Beziehung. Aber was macht einen Wald eigentlich aus und wie ist sein Stellenwert in der Medienberichterstattung? Unser Chart des Monats gibt Antworten.

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Es herrscht kein Schweigen über den Wald

Was ist Wald eigentlich? Na, da hat’s halt viele Bäume – so könnte man denken. Wald ist aber tatsächlich nur da, wo Bäume die Vegetation prägen und sich ein Waldklima bildet. Darum sind Parkanlagen keine Wälder, selbst wenn sie vielen Bäumen Platz bieten.

Der Wald lässt sich aber auch rechtlich definieren, wie bei der Bundeswaldinventur – ja, die gibt es wirklich – nachzulesen ist: „Rechtlich betrachtet ist Wald jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche … Förster bezeichnen diese Fläche traditionell als ‚Holzboden‘. Hierzu zählen auch Waldflächen, auf denen vorübergehend keine Bäume stehen (Lücken und Blößen).

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Wie auch immer der Wald definiert wird, Einigkeit dürfte darüber bestehen, dass es um den Wald nicht zum Besten bestellt ist. Daran sind Trockenheit, Unwetter, Brände und Schädlinge Schuld.

In Summe lässt sich wohl sagen, dass der Klimawandel einen namhaften Anteil daran hat. Die Bedeutung des Waldes spiegelt sich auch in der MediaMeter-Analyse in der Vielzahl der Nennungen: Allein das Stichwort „Wald“ lässt sich zwischen Januar und Oktober fast 900.000-mal zählen. Tendenz steigend.

Begriffliches Umfeld

Die MediaMeter-Analyse kann auch benutzt werden, um Begriffe zu identifizieren und zu bewerten, die im Umfeld eines Themenbereichs genannt werden. 2021 waren das bei Artikeln mit „Wald“ in der Headline die folgenden Begriffe:

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Januar bis Oktober 2021

Somit konnten auch Förster und Waldbesitzer mit 2.118 bzw. 1.129 Beiträgen auf sich aufmerksam machen. Betrachtet man die Beiträge, in denen Wald zwar vorkommt, aber nicht unbedingt in der Headline vorkam, erreichen die Förster sogar 6.621 Treffer, Waldbesitzer mit 6.469 Beiträgen ähnlich viel.

Methode

Die Auswertung wurde mit PMG MediaMeter mit Daten vom 1. Januar bis 31. Oktober 2021 erstellt (Zeitverläufe können darüber hinausgehen). Basis ist das PMG Medienpanel mit über 90 Prozent der deutschen Tagespresse und darüber hinaus wichtigen internationalen Medien. Das Panel umfasst 2.500 Titel. Gefiltert wurden alle Medienbeiträge, in denen die oben dargestellten Begriffe inklusive anderer Schreibweisen vorkommen.

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