PR-Experten geben Auskunft | Stellenwert von Social-Media-Nachrichten

Ulrike von Pokrzywnicki

Franziska Lorenz fragt im prmagazin: Welchen Stellenwert haben Nachrichten, die von Social Media verbreitet werden, heute für Agenturen in der Medienanalyse? Welche Wichtigkeit und welchen Umfang nehmen sie ein?

Ingrid Moorkens, Expertin der PMG für Medienbeobachtung und -analysen antwortet:

Natürlich ist die Bedeutung von Social-Media-Content für die Medienanalyse insgesamt gestiegen in den letzten Jahren, jedoch ist sie nicht für alle Medienanalysen gleich. Der Stellenwert von Social-Media-Beiträgen ergibt sich aus der Relevanz des jeweiligen Themas für die betroffenen Stakeholder-Gruppen des beauftragenden Unternehmens.

In der Analyse wird unterschieden, welche Rolle den einzelnen Mediengattungen sowie den einzelnen Influencern zukommt. Zum einen kann es sich um Social-Media-Beiträge handeln, die ein Thema erst aufbringen, das anschließend von weiteren sozialen oder auch klassischen Medien verbreitet wird. Es kann sich aber auch um ein Thema handeln, das ursprünglich in klassischen Medien aufkommt, von Influencern in Social Media aufgegriffen und weitergedreht wird. Schließlich kann es sich um ein Thema handeln, das nur eine bestimmte Stakeholder-Gruppe betrifft und nur auf (deren) Social-Media-Kanälen stattfindet.

Abhängig von der Zielsetzung der Kommunikation und/oder der möglichen zu berücksichtigenden Risiken wird das Medien-Panel festgelegt, die Rolle der Influencer und die Dynamik der Nachrichtenentwicklung beurteilt und werden die Handlungsoptionen abgeleitet.

Ingrid Moorkens bei der PMG

Ingrid Moorkens verantwortet den Bereich Produktstrategie und Produktmanagement bei der PMG. Das Management des Analyse-Tools PMG MediaMeter steuert sie dabei – ganz Medienanalystin im Herzen – selbst. Die Digitalisierung der klassischen PR-Dienstleistung Medienmonitoring und -analyse ist seit vielen Jahren ihr Kernthema. Den wachsenden Herausforderungen der PR-Verantwortlichen, vorausschauend Themen setzen, zielführend handeln und rechtzeitig reagieren zu können – in einem sich ständig ändernden Medienumfeld, möchte sie dabei mit den passenden und notwendigen Tools begegnen.

Die Diplom-Politologin ist seit 20 Jahren in leitender Position und für viele Kunden in der PR-Evaluation tätig. Sie lehrt an Hochschulen zum Thema Kommunikations-Controlling und ist in der Medienevaluationsbranche gut bekannt und bestens vernetzt.

Dieser Text ist im prmagazin 02/2018 erschienen. In jedem prmagazin antwortet eine Runde von PR-Praktikern auf Fragen von Lesern und gibt Tipps und zeigt Lösungswege auf.

Sie haben auch Fragen an das Experten-Team?
Senden Sie einfach eine E-Mail an experten@prmagazin.de.

Passende Artikel

  • Sommer-Aktion: kostenfreie Trainings für Ihre Medienanalyse

    Sommer-Aktion: Kostenfreie Trainings für Ihre Medienanalyse

    Werden Sie zum Experten für digitale Medienanalyse – mit den neuen Trainingsangeboten der PMG. Sichern Sie sich unser Kennlern-Angebot für PMG MediaMeter mit kostenfreien Trainings im Wert von bis zu 600 Euro und bis zu 15 % Laufzeitrabatt.

  • VDZ Kampagne für Pressefreiheit 2018 Handschellen

    Aktion für mehr Pressefreiheit weltweit

    Jetzt mitmachen bei der aktuellen VDZ-Kampagne zum Schutz der Pressefreiheit! #VDZPressefreiheit Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat unter dem Hashtag #VDZPressefreiheit in diesem Jahr wieder eine Kampagne für die Pressefreiheit gestartet. Als Unternehmen der Verlage sprechen auch wir uns für weltweit mehr Freiheit für journalistische Arbeit aus und unterstützen regelmäßig die Arbeit von Reporter ohne Grenzen.

  • PR-Experten geben Auskunft im prmagazin

    Kommunikationswirkung übergreifend messen | PR-Experten

    Jeden Monat beantwortet Ingrid Moorkens, Expertin der PMG für Medienbeobachtung und -analysen eine Leserfrage im prmagazin. Diesmal: Wie schaffen es Unternehmen, die Wirkung ihrer Kommunikation (Awareness/Performance/Lead-Generierung) über sämtliche Disziplinen hinweg (PR, Social, Marketing) zu messen?