PR-Experten geben Auskunft | die klassische Medienanalyse heute

Ulrike von Pokrzywnicki

Inwieweit hilft die klassische Medienanalyse heute noch dabei, einen Kunden umfassend zu beraten, wenn immer komplexere Kundenprobleme auftreten, die nicht durch reine zahlenbasierte Entscheidungen gelöst werden können?

Ingrid Moorkens, Expertin der PMG für Medienbeobachtung und -analysen antwortet:

“Sinn und Zweck einer Medienanalyse sollte niemals eine rein retrospektive Zahlenbetrachtung des Medien-Outputs sein. Das wäre eine Verschwendung von Zeit und Geld.

Medienanalysen dienen neben einem quantitativen Erfolgs-Controlling auch dem Aufspüren weicher Themen und schwacher Signale. Sie liefern somit Frühindikatoren für aufkommende Krisen oder zeigen das Potenzial für ein lohnendes Agenda Surfing oder gar News Jacking. Sie zeigen die handelnden Akteure und deren konkrete Rolle auf. Sie kartografieren Themen- und Meinungs-Frames zu einem bestimmten Kontext oder in einer bestimmten Kommunikationssituation. Damit erfüllen Medienanalysen dieselbe Rolle wie bisher, jedoch in einer wesentlich komplexeren Medienlandschaft und mit einer deutlich gestiegenen Anforderung an die Aktualität. Eine gute Medienanalyse liefert handlungsrelevante Ergebnisse zu einem Zeitpunkt an dem die aus ihnen folgenden Maßnahmen noch von Bedeutung sind.”

Ingrid Moorkens bei der PMG

Ingrid Moorkens verantwortet den Bereich Produktstrategie und Produktmanagement bei der PMG. Das Management des Analyse-Tools PMG MediaMeter steuert sie dabei – ganz Medienanalystin im Herzen – selbst. Die Digitalisierung der klassischen PR-Dienstleistung Medienmonitoring und -analyse ist seit vielen Jahren ihr Kernthema. Den wachsenden Herausforderungen der PR-Verantwortlichen, vorausschauend Themen setzen, zielführend handeln und rechtzeitig reagieren zu können – in einem sich ständig ändernden Medienumfeld, möchte sie dabei mit den passenden und notwendigen Tools begegnen.

Die Diplom-Politologin ist seit 20 Jahren in leitender Position und für viele Kunden in der PR-Evaluation tätig. Sie lehrt an Hochschulen zum Thema Kommunikations-Controlling und ist in der Medienevaluationsbranche gut bekannt und bestens vernetzt.

Dieser Text ist im prmagazin 11/2017 erschienen. In jedem prmagazin antwortet eine Runde von PR-Praktikern auf Fragen von Lesern und gibt Tipps und zeigt Lösungswege auf.

Sie haben auch Fragen an das Experten-Team?
Senden Sie einfach eine E-Mail an experten@prmagazin.de.

Passende Artikel

  • Ingo Kästner übernimmt die Geschäftsführung. Oliver Graßy verlässt die PMG.

    Führungswechsel bei der PMG Presse-Monitor

    Pressemitteilung vom 13.03.2019 Führungswechsel bei der PMG Presse-Monitor GmbH Ingo Kästner folgt auf Oliver Graßy.

  • Suche für Pressespiegel einrichten

    Neues Tutorial: Suchen einrichten im Pressespiegel-Portal

    Unser neues Tutorial zeigt Ihnen, wie Sie schnell und einfach eine Suche im PMG Pressespiegel-Portal-einrichten. So behalten Sie täglich die relevanten Beiträge aus der Berichterstattung im Blick. 

  • Ist es legal, Clippings zu veröffentlichen?

    Clippings veröffentlichen – legal oder bedenklich?

    Ist es legal, Clippings im Internet zu veröffentlichen? Jeden Monat beantwortet Ingrid Moorkens, Expertin der PMG für Medienbeobachtung und -analysen eine Leserfrage im prmagazin. Diesmal geht es um das Veröffentlichen von PR-Clippings online, zum Beispiel auf der eigenen Website. Was zu beachten ist und an wen Sie sich wenden können, erfahren Sie hier.