Kommunikationswirkung übergreifend messen | PR-Experten

Ulrike von Pokrzywnicki

Jeden Monat beantwortet Ingrid Moorkens, Expertin der PMG für Medienbeobachtung und -analysen eine Leserfrage im prmagazin. Diesmal:
Wie schaffen es Unternehmen, die Wirkung ihrer Kommunikation (Awareness/Performance/Lead-Generierung) über sämtliche Disziplinen hinweg (PR, Social, Marketing) zu messen?

Wirkung von Kommunikationsmaßnahmen messen

Ingrid Moorkens: Um die Wirkung von Kommunikation zu messen, muss man zunächst den Ist-Zustand erheben. Soll das über die Teilaspekte Awareness, Performance und Leads erfolgen, werden hierzu die sinnvollen Messpunkte definiert.

Werden verschiedene Maßnahmen – zum Beispiel Pressemitteilung, Anzeigen, Einsatz von Influencern oder POS-Aktionen – über unterschiedliche Kanäle wie klassische Medien, Social Media oder Direktansprache kommuniziert, sind die jeweiligen Messpunkte gesondert nach Maßnahme und Kanal festzulegen. Diese Basislinie des Ist-Zustands für die verschiedenen Teildisziplinen kann dann abgeglichen werden mit den Messwerten während und/oder nach den erfolgten Kommunikationsmaßnahmen.

Es wird also über die festgelegten Messpunkte eine sogenannte Nullmessung durchgeführt. Anschließend kann der durch die Kommunikationsmaßnahmen herbeigeführte Effekt abgeleitet werden, also das Vorher/Nachher und somit die Wirkung für die einzelnen maßgeblichen Messpunkte. Diese Informationen werden zu einem Gesamtbild aggregiert.

Ingrid Moorkens bei der PMG

Ingrid Moorkens verantwortet den Bereich Produktstrategie und Produktmanagement bei der PMG. Das Management des Analyse-Tools PMG MediaMeter steuert sie dabei – ganz Medienanalystin im Herzen – selbst. Die Digitalisierung der klassischen PR-Dienstleistung Medienmonitoring und -analyse ist seit vielen Jahren ihr Kernthema. Den wachsenden Herausforderungen der PR-Verantwortlichen, vorausschauend Themen setzen, zielführend handeln und rechtzeitig reagieren zu können – in einem sich ständig ändernden Medienumfeld, möchte sie dabei mit den passenden und notwendigen Tools begegnen.

Die Diplom-Politologin ist seit 20 Jahren in leitender Position und für viele Kunden in der PR-Evaluation tätig. Sie lehrt an Hochschulen zum Thema Kommunikations-Controlling und ist in der Medienevaluationsbranche gut bekannt und bestens vernetzt.

Die PR-Experten

Dieser Text ist im prmagazin 06/2018 erschienen. In jedem prmagazin antwortet eine Runde von PR-Praktikern auf Fragen von Lesern und gibt Tipps und zeigt Lösungswege auf.

Sie haben auch Fragen an das Experten-Team?
Senden Sie einfach eine E-Mail an experten@prmagazin.de.

Passende Artikel

  • Medienanalyse ist langsam und kompliziert?

    Wir räumen mit den Mythen der Medienanalyse auf. Fünfter und letzter Mythos: »Die Medienanalyse liefert stark verzögert viele Ergebnisse, die nur schwer verwertbar sind.«

  • Je mehr Clippings desto besser?

    Je mehr Clippings, desto besser?

    Wir räumen mit den Mythen der Medienanalyse auf. Mythos 4: »Je mehr Clippings desto besser!.«

  • Kann man die Reichweite einzelner Artikel berechnen?

    Reichweite einzelner Artikel ermitteln

    Jeden Monat beantwortet Ingrid Moorkens, Expertin der PMG für Medienbeobachtung und -analysen eine Leserfrage im prmagazin. Diesmal geht es darum, was die wichtigsten Kriterien einer Medienanalyse sind. Der Nachwuchs der Agentur Blumberry fragt: Wie kann man möglichst genau die Reichweite eines Artikels bzw. einer Nennung im Artikel berechnen, ohne auf interne Zahlen der entsprechenden Plattform zurückgreifen zu können?