Tag der Befreiung – Gedenken Corona zum Trotz

Ulrike von Pokrzywnicki

Mit 75 Jahren ist das Ende des Zweiten Weltkriegs und die damit einhergehende Befreiung vom Nationalsozialismus rund ein Menschenleben lang her. Dennoch sind die Themen noch bis heute präsent. Wir haben ausgewertet, wie groß die Medienpräsenz rund um den Jahrestag war.

Der 8. Mai als Gedenktag – 2020 ohne Großevent

Klicken Sie auf die Infografik, um sie zu vergrößern.

Obwohl das Kriegsende bereits 75 Jahre zurückliegt, sind das Dritte Reich, seine Verbrechen, der Krieg und die Folgen noch heute vielfach präsent – das zeigt sich auch in der Berichterstattung in diesen Tagen.

Dabei war die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 lange kein Thema für die Politik und die öffentliche Aufmerksamkeit. In der DDR war das zumindest in der Zeit nach dem Krieg anders. Im Westen änderte sich das erst 1970 mit einer Regierungserklärung der Bundesregierung unter Willy Brandt aus Anlass des 25. Jahrestages der Kapitulation.

Gedenken zum Tag der Befreiung

Ein Blick auf die MediaMeter-Analyse zeigt, dass trotz Corona und der beginnenden Rezession dem Ende des nationalsozialistischen Deutschlands Aufmerksamkeit zukommt: Von Februar bis wenige Tage nach dem Jahrestag konnten immerhin mehr als 13.000 Nennungen in der Berichterstattung gezählt werden.

Der 8. Mai als Feiertag in Berlin

Dazu beigetragen hat sicher auch, dass das Land Berlin aus diesem Anlass einen einmaligen Feiertag beschlossen hat. Den freien Tag wird es nur einmal geben und so wird der 8. Mai im Jahr 2021 wieder ein normaler Arbeitstag sein.

Akteure von damals und jetzt

MediaMeter, das Analyse-Tool, mit dem die Auswertung durchgeführt wurde, ermittelt automatisch, welche Personen im Kontext der Berichterstattung am häufigsten erwähnt wurden. Zum Jahrestag zeigt sich ein Mix aus historischen und heutigen Akteuren, die vom 1. Februar bis 10. Mai 2020 in Beiträgen erwähnt wurden.

An der Spitze steht Richard von Weizsäcker, der 1985 als damaliger Bundespräsident die Begrifflichkeit “Tag der Befreiung” prägte. Ihm folgen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier, die an der diesjährigen Gedenkfeier im kleinen Kreis teilnahmen.

Die Themenanalyse hilft Ihnen an mehreren Stellen in MediaMeter, Personen zu identifizieren, die die Berichterstattung im Kontext Ihrer Themen benennt. Auf diese Art haben Sie immer die relevanten Akteure im Blick. Neben Personen lassen sich auf diese Art auch Schlagworte, Nachrichtenthemen, Orte und Organisationen anzeigen sowie filtern und vergleichen.

Ausgewertet wurden alle Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Online-Medien, Newsletter und Agenturmeldungen aus dem PMG Medienpanel im Zeitraum vom 1. Februar bis 10. Mai 2020.

Eigene Medienanalyse erstellen

Mit den Auswertungen im Chart des Monats zeigen wir Ihnen an tagesaktuellen Beispielen die Möglichkeiten, die Ihnen PMG MediaMeter bietet, um die Entwicklung der Berichterstattung zu Ihren Themen zu beobachten und zu bewerten. Das Self-Service-Tool dient PR-Verantwortlichen und Pressesprechern als praktische Ergänzung für ein modernes Presseclipping. Erleben Sie selbst, wie Ihnen die Medienanalyse bei Ihrer Pressearbeit helfen kann. Wir laden Sie zu einem kostenfreien Test ein:

Jetzt kostenfrei ausprobieren

 

Chart des Monats abonnieren

Gerne senden wir Ihnen unser Chart des Monats direkt ins Postfach. Sie erhalten unsere Auswertung dann monatlich per E-Mail. Das Ganze ist natürlich kostenfrei.

Auswertungen kostenfrei erhalten

Passende Artikel

  • Corona Covid-19 Medien Zahlen

    Corona in den Medien

    Seit Ende Januar 2020 werten wir die Medienpräsenz des Corona-Virus COVID-19 aus. Hier können Sie sich den Zeitverlauf tagesaktuell ansehen.

  • Fridays for Future - Schild: Make or Planet Great again

    Fridays for Future – Schadet die Coronakrise der Klimabewegung?

    Ein Jahr nach dem ersten weltweiten Klimastreik ziehen wir Zwischenbilanz zur Fridays-for-Future-Bewegung. Welchen Einfluss hat die Coronakrise auf die Proteste? In unserer Medienanalyse erfahren Sie, was wir herausgefunden haben.

  • Schaltjahr

    Schaltjahr – Diese Personen nennen die Medien am häufigsten

    Das Schaltjahr ist für manche Menschen ein düsteres Jahr: Viele meinen, dass es prinzipiell Unglück bringt. Andere sagen, dass Schaltjahre „Kaltjahre“ sind und alle, die darin heiraten – ganz speziell am 29. Februar – können laut Volksglauben nach dem Verlassen des Standesamts gleich einen Termin beim Scheidungsanwalt machen. Unserer Medienanalyse zum Schaltjahr hält ein paar ganz reale Zahlen für Sie parat. Dabei haben wir auch herausgefunden, über welche Personen die Medien am häufigsten schreiben.